[Rezension] David Leviathan – Das Wörterbuch der Liebenden

Experiment geglückt!

David Leviathan hat mit dem „Wörterbuch der Liebenden“ die ursprünglich nüchternde, objektive Art des Lexikons aufgeweicht und füllt die einzelnen Worte mit viel Leben und Gefühl aus. Würde das Buch nicht in Lexikonform publiziert werden, wäre es eine reine Beziehungspornographie. Aber Leviathan hat die Kurve gekriegt.

Obwohl es das „Wörterbuch der Liebenden“ heißt, wäre der Titel „Das Wörterbuch des Verlassenen“ passender. Auch wenn ER immer wieder über die schöne Zeit mit IHR schreibt, werden die meisten Stichworte von seiner Verzweiflung und Wut an ihrem Verrat zerfressen. Der Grundtenor des Buchs ist eher negativ.

Die im Buch verwendeten Wortspiele leiden durch die Übersetzung ins Deutsche und die englische Fassung lässt noch bis 2011 auf sich warten.

Von der Poesie her ist es ein Buch, dass man auf keinem Fall in einem Zug auslesen sollte, die Worte müssen sanft und langsam in den Augen zergehen 🙂

Es war schön das Buch zu lesen, aber ich bezweifle, dass es mir im Kopf bleiben wird, da es mich weder schockiert noch positiv bewegt hat; es war ein Zeitvertreib, deshalb nur 3 Sterne. 

– SWAK –

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