Gelesene Bücher: Stand August 2010

1 Monica Fairview The Other Mr Darcy
2 Cornelia Funke Tintenherz
3 David Safier Mieses Karma
4 David Safier Jesus liebt mich
5 Kerstin Gier Rubinrot
6 Kerstin Gier Saphirblau
7 Carlos Ruiz Zafon Der Schatten des Windes
8 William Goldman The Princess Bride
9 Tommy Jaud Hummeldumm
10 Johan Harstad Darlah
11 Oliver Dierssen Fledermausland
12 Erich Kästner Pünktchen und Anton
13 Carlos Ruiz Zafon Das Spiel des Engels
14 David Safier Plötzlich Shakespeare
15 Katharina Hagena Der Geschmack von Apfelkernen
16 Carlos Ruiz Zafon Der Dunkle Wächter
17 Stefan Zweig Die Schachnovelle
18 Carlos Ruiz Zafon Der Fürst des Nebels
19 Gernot Gricksch Königskinder
20 Neil Gaiman Coraline
21 Bettina Belitz Splitterherz
22 Joel Haahtela Der Schmetterlingssammler
23 Victoria Schlederer Des Teufels Maskerade
24 Alan Bradley Flavia de Luce – Mord im Gurkenbeet
25 Mikkel Birkegaard Die Bibliothek der Schatten
26 Katarina Mazetti Mein Leben als Pinguin
27 Darren Shan Der Mitternachtszirkus
28 Darren Shan Die Freunde der Nacht
29 Brom Der Kinderdieb
30 Emily Bronte Sturmhöhe
31 Helge Timmerberg Der Jesus vom Sexshop
32 Kerstin Gier Ein unmoralisches Sonderangebot
33 Darren Shan Die dunkle Stadt
34 Edward Forster Zimmer mit Aussicht
35 Andrew Nicoll Die Liebeslotterie
36 Paul Auster Stadt aus Glas
37 Filippa Bluhm Heiraten für Turnschuhträgerinnen
38 Lily Brett Chuzpe
39 Susan Mallery Gracie in Love
40 Joel Haahtela Sehnsucht nach Elena
41 David Benioff Stadt der Diebe
42 Krystyna Kuhn Das Tal I – Das Spiel
43 David Benioff Alles auf Anfang
44 Suzanne Collins Die Tribute von Panem I – Tödliche Spiele
45 Gerd Ruebenstrunk Arthur und die vergessenen Bücher
46 Charlotte Bronte Jane Eyre
47 Polly Shulman Die geheime Sammlung
48 Cassandra Clare Chroniken der Unterwelt I – City of Bones
49 Cassandra Clare Chroniken der Unterwelt II – City of Ashes
50 Cassandra Clare Chroniken der Unterwelt III – City of Glass
51 Kai Meyer Arkadien erwacht
52 Steffen Möller Viva Polonia
53 Erich Kästner Die verschwundene Miniatur
54 Suzanne Collins Die Tribute von Panem II – Gefährliche Liebe
55 Laura Gallego Garcia Idhun I – Die Verschwörung
56 Gerd Ruebenstrunk Arthur und der Botschafter der Schatten
57 Maxime Chattam Alterra I – Die Gemeinschaft der Drei
58 Kathryn Smith Tochter der Träume
59 Kathryn Smith Wächterin der Träume
60 Darren Shan Der Berg der Vampire
61 Darren Shan Die Prüfungen der Finsternis
62 Darren Shan Der Fürst der Vampire
63 Alberto Torres Blandina Salvador und der Club der unerhörten Wünsche
64 Jonathan Tropper Sieben verdammt lange Tage
65 Bram Stoker Dracula
66 Max Urlacher Rückenwind
67 Michael Ende Der Wunschpunsch
68 Nicole Vosseler Unter dem Safranmond
69 Kristin Cashore Die Beschenkte
70 Kai Meyer Die Sturmkönige I
71 Alan Bennett Cosi fan tutte
72 Jan Chorin Halleluja
73 Cayla Kluver Alera
74 Darren Shan Die Prophezeiungen der Dunkelheit
75 Darren Shan Die Verbündeten der Nacht
76 Daniel Glattauer Theo
77 Jedediah Berry Handbuch für Detektive
78 Jetta Carlton Wenn die Mondblumen blühen
79 Pascale Hugues In den Vorgärten blüht Voltaire
80 Wiebke Lorenz Allerliebste Schwester
81 Darren Shan Die Flammen der Verdammnis
82 Matthias Sachau Wir tun es für Geld
83 Thomas Thiemeyer Die Stadt der Regenfresser
84 Thomas Thiemeyer Der Palast des Poseidon
85 Becca Fitzpatrick Engel der Nacht
86 Krystyna Kuhn Das Tal II – Die Katastrophe
87 David Leviathan Das Wörterbuch der Liebenden
88 Peter Prange Himmelsdiebe
89 Hallgrimur Helgason 10 Tipps das Morden zu beenden …
90 John Boyne Der Junge im gestreiften Pyjama
91 Maxime Chattam Alterra II – Im Reich der Königin
92 Lee Carroll Black Swan – Silberner Fluch
93 Dieter Nuhr Nuhr Unterwegs
94 Dave Eggers Bei den Wilden Kerlen
95 David Levithan Nick & Norah – Soundtrack einer Nacht
96 Janne Teller Nichts
97 Rainer Wekwerth Damian
98 Amber Kizer Meridian
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[Rezension] Jan Chorin – Halleluja – ein Papstkrimi

eine Glaubensfrage

Ich habe sehr lange überlegt, was ich von diesem Buch halten soll. An sich ist es ein gutes Buch – für Christen. Die Sprache ist ausgeklügelt (mit Fachbegriffen, aber auch nicht so voll gepackt, dass Nicht-Christen das Buch nicht verstehen würden). Der Lesefluss ist angenehm und kurzweilig. Für Christen ist es definitiv ein sehr gutes Buch.

Nun bin ich aber Atheist voller Überzeugung und habe gehofft, dass das Buch so lustig ist, wie Autoren und Verlag es versprochen haben. Selbst mit Lupe konnte ich keinen Humor entdecken. Die „Guten“ waren so farblos beschrieben, dass ich aus lauter Verzweiflung mit den Bösewichten sympathisiert habe, was mir vorher noch nie passiert ist. Nach 350 Seiten weiß ich nicht, wer der Papst ist – er hat keinen Charakter, im Grunde verhält er sich wie ein schlafender Italiener.

Ich habe den Eindruck, dass die Autoren der Kirche und den Gläubige(r)n nicht auf die Füße treten wollten und deshalb eine Light-Version veröffentlicht haben. Vielleicht sind Alba und Chorin selbst Christen. Genau das ist der Knackpunkt, sie haben sich nicht getraut, das Christentum zu kritisieren und kratzen deshalb nur an der Oberfläche, was das Buch für Atheisten uninteressant macht. Es ist kein zweiter „Jesus liebt mich“ und bekommt von mir deshalb nur 3 gut gemeinte Punkte.

[Rezension] Alberto Torres Blandino – Salvador und der Club der unerhörten Wünsche

Be careful what you wish for, cause it could come true

Salvador arbeitet als Reinigungskraft auf einem spanischen Flughafen, beobachtet dabei die Passagiere und Arbeitskollegen und mischt sich auch schon mal gern in ihre Angelegenheiten ein.

Das Buch macht erst dann richtig Spaß, wenn man sich gerade in einem Terminal befindet und auf den nächsten Flieger wartet. Dann kann der Leser der gleichen Tätigkeit nachgehen wie Salvador – nein, nicht putzen, sondern zwischen einzelnen Absätzen immer wieder hochschauen und die Leute und das Treiben um sich herum beobachten.

Was den Club der unerhörten Wünsche anbelangt, möchte ich dem zukünftigen Leser nichts verraten, das kann er selbst auf seiner nächsten Lesereise herausfinden. Letztendlich stellt dieses Buch eine zentrale Frage – wer ist man und was für Konsequenzen nimmt man in Kauf, damit sich bisher unerfüllte Wünsche doch noch erfüllen?

Die von Blandina gewählte Erzählform ist wahrscheinlich nicht neu, aber ich habe sie bisher in keinem anderen Buch erlebt. Er zeichnet keine Dialoge auf, sondern gibt die einseitigen Beobachtungen von Salvador wider. Dadurch erzielt Blandina einen Telefon-Effekt, wo man an der einen Seite des Telefons lauscht, die Fragen, Antworten und Erzählungen der anderen Person wie in einem Puzzle zusammensetzt. In der ersten Hälfte des Buches hat mich dieser Stil fasziniert, in der Mitte so ermüdet, dass ich das Buch sogar für eine Weile beiseite legen musste. Aber dann konnte ich mich doch wieder zum Weiterlesen aufrappeln und habe es keinesfalls bereut, denn zum Ende hin nimmt die Geschichte richtig Fahrt, bzw. Höhenkilometer auf (deshalb nur 4 Sterne). Die Besserung zum Ende liegt va. daran, dass dieser einseitige Erzählstil Salvadors in den Hintergrund rückt und sich die Puzzleteile der Geschichte zusammenfügen.

Wenn ich dem Autor einen Ratschlag auf den Weg geben könnte, würde ich ihn bitten, die „ha ha“ und „hi hi“ bei Salvador zu vermeiden. Kein Erwachsener mit Kind und Kegel spricht so. ME kann man es besser zum Ausdruck bringen, indem man Salvador in Gedanken sagen lässt „ich konnte mir ein Lachen nicht verkneifen“ oder „gab ich ihm lächelnd zu verstehen“ oÄ. Bei den Hahas und Hihis wurde jedesmal mein Lesefluss unterbrochen und ich hab mich ersthaft gefragt, wieso ein 60Jähriger so spricht. Vielleicht ist es auch einfach eine Frage der Übersetzung.

Was mir noch positiv aufgefallen ist, war die Umschlagsgestaltung und das Layout. Mit dem gelben und orangenen Bildern auf dem Cover und dem elfenbeinweißen, grischligen Papier hebt es sich von den anderen Büchern in der Buchhandlung stark ab. Die Bilder an den Kapitelanfängen stimmen auf den nächsten Absatz ein.

Mein Fazit: Es ist ein gutes Buch mit ein paar kleinen Schwächen, über die man aber hinwegsehen sollte, da es sich lohnt, hinter die Geheimnisse des Clubs und die „Moral der Geschicht“ zu kommen.

[Rezension] Katarina Mazetti – Mein Leben als Pinguin

Frau Mazetti hat wieder ein kleines Wunder vollbracht

Was gibt es Schöneres, als bei dieser Hitze einen eiskalten Roman zu lesen – mir fällt nicht viel anderes ein

Vor Jahren habe ich von der Autorin „Grabben i graven bredvid“ gelesen, also „Der Typ vom Grab nebenan“,  allerdings auf schwedisch, bestimmt ist das Buch in der Zwischenzeit auch schon auf Deutsch erschienen. Frau Mazetti schafft es, Charaktere zu schaffen, die super liebenswürdig sind, obwohl sie kleine oder größere Fehler / Schwächen haben, und die trotzdem nicht im Selbstmitleid zerfließen. Genau das ist es auch, was mich an diesem Buch wieder so fasziniert hat, wie die Protagonisten Wilma und Tomas vor der atemberaubenden Kulisse der Antarktis mit einander agieren und sich so nehmen, wie sie sind.

Mein Fazit: eine berauschende leise Liebesgeschichte, wie man sie heute zwischen tragischen Helden und zur Perfektion hochstirilisierten Teenagern kaum noch findet.

Unbedingt lesen!!!

[Rezension] Joel Haahtela – Sehnsucht nach Elena

Sehnsucht nach mehr…

Joel Haahtela nimmt den Leser wieder mal auf die Reise eines Mannes mit, von dem man bis zuletzt Leben und Motive nur erahnen kann. 

Anfangs bin ich bei dem Autor jedes Mal über die wenigen Seiten und wenigen Wörter je Seite überrascht, weil ich (leider) der Auffassung bin, dass ein guterzählter Roman mindestens 300 Seiten in Anspuch nehmen muss, sonst ist der Roman nicht ausführlich genug. Joel belehrt mich jedes Mal eines Besseren. Die Worte sind sorgsam gewählt, der Leser wird in die Stimmung der Geschichte eingesogen und bis zum Ende von der Poesie des geschriebenen Wortes getragen.

Eigentlich sollte ich langsam wissen, dass der Autor zwar sanfte, zurückhaltende Geschichten schreibt, aber jedes Mal überrascht er mich mit einem Paukenschlag, den ich nicht hab kommen sehen.

Lasst euch selbst in die Straßen von Helsinki entführen und macht euch zusammen mit der Romanfigur auf die Suche nach Elena und der Suche nach sich selbst!

[Rezension] Filippa Bluhm – Hochzeit für Turnschuhträgerinnen

noch ein Hochzeitsbuch…

Als ich ich die Leseprobe gelesen habe, hatte ich wirklich die Hoffnung, dass es sich nicht um noch ein Hochzeitsbuch handeln würde, aber als ich mit dem Lesen angefangen habe, wurde meine Hoffnung zerschmettert.

Die Personen sind einfach gestrickt und jeder hat eine stereotype Rolle auf seinen Bauch geschrieben bekommen.

Die Autorin hat ein bißchen über MeckPomm im Internet recherchiert und gemeint sie wüßte Bescheid und genau so klingt es auch.  Jedem Wessi würde ich mal empfehlen, rüberzukommen und sich den Osten mal persönlich anzuschauen, bevor sie Bücher drüber schreiben.

Ein Hoch auf Stereotypen – das Büchlein ist höchstens für die tägliche S-Bahn-Fahrt geeignet.

[Rezension] Cayla Kluver – Alera

Von der Naiven zur Starken

Was mir an dem Buch gleich beim Auspacken besonders positiv ausgefallen ist, war die Umschlagsgestaltung, das verwendete Papier, der strukturierte und glänzende Druck, die floralen Muster, die verschnörkelte Schrift u.v.m. Der Verlag und die Graphiker haben es wirklich geschafft, die Optik perfekt mit dem Inhalt zu vereinen. Ein echtes Schmuckstück fürs Bücherregal – da werden meine anderen Bücher neidisch

Bei den ersten 50 Seiten musste ich wirklich gegen meinen inneren Schweinehund ankämpfen, das Buch nicht wieder wegzulegen, denn Alera war in ihrem Verhalten und Ansichten sooo unglaublich naiv, bis an die Schmerzgrenze! So naiv ist doch keine 17-Jährige. Dann dachte ich mir aber, wenn sie schon nicht stark sein kann, dann muss ich es wenigstens sein, also Augen auf und Weiterlesen. Meine Ausdauer wurde belohnt, denn Alera hatte sich bald gefangen und begonnen, sich wie eine angehende Königin zu verhalten. Da hat der Leser noch mal Glück gehabt

Viele ordnen das Buch ins Genre „Romantic Fantasy“ ein, ich sage, es ist unbedingt ein „modernes Märchen“. Die meisten JuBüs dieser Art spielen in der Zukunft oder in einer parallelen Welt. Alera enthält jedoch alle Elemente eines Märchens, mit Ausnahme der bösen Schwiegermutter.

Cayla Cluver ist es gelungen, eine Geschichte – wie sie sich tatsächlich vor Hunderten von Jahren zugetragen haben könnte, zum Leben zu erwecken. Ihre verträumte Sprache, ihr Wortreichtum, und nichtzuletzt die Details, von altmodischer Kleidung über historische Waffen bis hin zu vergangener Etikette, entführen den Leser in längst vergessene Zeiten und lassen ihn am Hofleben teilhaben.

Ihre Namenswahl für die einzelnen Figuren ist außergewöhnlich. Da sie vom Klang den Figuren anderer Bücher sehr fern sind, ist es anfangs schwierig sich reinzulesen und sich die Namen zu merken. Es zeigt aber auch, dass sich die Autorin von der Konvention bereits erschienener Bücher frei macht und ihren eigenen Weg geht.

Im ersten Teil der Trilogie kämpft Alera nicht gegen irgendwelche Drachen, Vampire oder andere Ungeheuer, sondern gegen sich selbst und die ihr durch den Hof auferlegten Gebote und Verbote, die sie wie ein Korsett einengen. Insofern ist es ein erster wichtiger Schritt, dass Alera sich ihrerselbst und ihrer Rolle am Hof bewußt wird und aufwacht.

Abgesehen von den ersten Seiten kann ich diesen Roman jedem Leser empfehlen, egal welchen Alters, der von Märchen, RoFa und Jane Austen-Romanen nicht genug bekommen kann. Ein bezaubernder Debut-Roman!

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